Smarte Glühbirnen – wirklich clever oder Spielerei?

Und noch einer will in den Markt für smarte Glühbrinen preschen. Heute ist es Samsung, die Ihre „Smart Bulbs“ vorgestellt haben. Letzte Woche war es tabü mit Ihrem Produkt „Lümen“. Anfang dieser Woche enthüllte LG Ihre „Smart Lamp“ und jeder kennt vermutlich „Hue“ von Philips. Die haben sich schon Ende 2012 am Markt platziert.

Also offensichtlich gibt es einen Markt für diese „SmartBirnen“. Aber mich würde interessieren – wieso? Na klar – nette Spielerei. Ich kann mit meinem Handy die Farben steuern, die Helligkeit dimmen und die Birne schalten. Hört sich wirklich cool an – aber ist das schon alles? Sorgt sicherlich in den ersten Stunden für Euphorie, aber die verfliegt doch in wenigen Tagen.

Wenn ich in einen Raum komme, drücke ich lieber einen Wandschalter, statt auf meinem Smartphone ne App zu starten und die entsprechende Lampe zu schalten. Ich (männlich) kann nur für mich sprechen, aber die Farbe und Helligkeit würde ich vermutlich einmal einstellen und gut is. Das wird doch nicht wöchentlich geändert. Oder täusche ich mich?

Smart ist es, wenn die Lampe erkennt das sich jemand im Raum befindet. Evtl eine Zeitschaltuhr. Automatisierte Szenen. Verbaute Akustiksensoren.

Lirum larum – trotz alledem – weiter so! Ich freue mich auf kommende neue Ideen und Innovationen. Nebenbei: ich bin kurz davor mir diese zu kaufen :D

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4 Gedanken zu „Smarte Glühbirnen – wirklich clever oder Spielerei?“

  1. Ja, es ist in weiten Teilen Spielerei. Die Lichter können sich zur Musik oder zur Cover-Grafik ändern oder an IFTTT-Aktionen gebunden werden. Oder angehen wenn ich nach Hause komme. Oder (Philips LivingWhites) auch jedes beliebige andere geht anschalten, z.B. den Weihnachtsbaum. Und natürlich Lichtstimmungen definieren. Morgens von gelb zu hell-weißem Licht wechseln und einen somit unmerklich wach machen. Morgens das Badlicht langsam hochfahren, damit man nicht den Lichtschock erlebt. Sie können zeitgesteuert an- und ausgehen, auch zufällig um bis zu 30 Minuten versetzt, und so evt. Einbrecher abschrecken. Ich lasse sie auch blinken, z.B. wenn ich morgens zur Arbeit los müsste, weil ich zum Trödeln neige.

    Das mag Spielerei sein, ich finde es aber auch nützlich. Die Euphorie verfliegt schnell. Es ist ein Gerät, welches einfach funktioniert und sich in den Alltag integriert. Nichts anderes erwarte ich von einer Lampe.

    Und natürlich funktioniert der normale Lichtschalter auch weiterhin. Man kann die Lampen ausschalten und einschalten. Beim Einschalten resetten sich die Philips Hue auf helles Warmweiß.

    1. Dem Inhalt in deinem ersten Absatz stimme ich komplett zu. Ich werde gerne vom Licht geweckt. Habe Bewegungsmelder im Durchgangsflur. Würde gerne Szenen hinterlegen, wie zum Beispiel fernsehen, lesen oder gar Party. Das Ganze ist mit Loxone sehr einfach zu lösen. Absolut smart! Aber einzelne Birnen (Hue, Bulb, Lamp, Lümen, und wie sie alle heißen) per Smartphone zu schalten halte ich für überteuerte Spielerei. Nix für den Mainstream.

      1. Ich würde dir da widersprechen: Ich kann nur für die Hue sprechen, aber die Möglichkeit, einfach so einen kleinen Kasten ans Netzwerk zu stecken und nach Sekunden funktionieren Lampen und Apps zusammen und lassen sich Szenen konfigurieren, macht das System gerade Mainstream-kompatibel. Natürlich nicht für jemanden, der ein Heimautomationssysten in seinem neuen Haus mit einbauen möchte, sondern jeden anderen, der z.B. in einer normalen Mietwohnung wohnt.

        Ich möchte deshalb auch gar keine Heim-Automation im großen Rahmen haben. Für 200€ erhalte ich bei Philips eine Lampensteuerung mit drei Lampen. Loxon möchte (laut Homepage) 429 Pfund haben. Ohne Lampen. Und wenn ich mir http://www.loxone.com/enuk/service/documentation/loxone-config/function-blocks/lighting-controller.html anschaue liegt der Aufwand auch bei mehr als den paar Sekunden, die Philips von mir verlangt.

        Unterschiedliche Zielgruppen. Philips Hue sehe ich aber aufgrund der Einfachheit im Mainstream. Jedenfalls sofern man sowas an sich haben möchte und einem der IKEA-Lichtschlauch zu wenig bietet.

  2. Jip, da stimme ich dir zu. Loxone nur für Neubau (btw. Funk-Lösung wurde vor kurzem vorgestellt). Der angesprochene „kleine Kasten“ (bei hue zum Beispiel) ist super. Er ist smart. Speichert die gewünschten Einstellungen, Szenen, Zeiten etc. und schaltet die Birnen ohne Einwirkung von betroffenen Personen. So wie man es sich wünscht.

    Lediglich das alleinige Schalten einer Birne mit dem Smartphone, gegenüber einem Wandschalter. Dem stehe ich pessimistisch gegenüber.

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